Unabhängiger Radiosender Klubradio wird weiter geknebelt

 

Radiobeitrag auf Deutschlandradio vom 24.7.2013

Advertisements

Freitag, 19.Juli: Einblick in das jüdische Budapest, ungarische Genderpolitik und Abschied

Der heutige Tag steht im Spannungsfeld der jüdischen Kultur Budapests und dem Umgang mit Antisemitismus in der Gesellschaft und Politik.

Da der Holocaust auch in Ungarn alles andere als blockiert wurde sowie zur Ermordung und Deportation ungefähr der Hälfte der 1,2 Millionen zählenden jüdischen Bevölkerung führte, spielt das Kapitel der Horthy-Ära und der Regierungsübernahme durch die Nazis und die mit ihnen verbündeten Pfeilkreuzler und vor allem der heutige Umgang damit eine fundamentale Rolle. Im Holocaust Memorial Center wollten wir uns daher ein Bild über das Ausmaß der Nazizeit in Ungarn und den Umgang mit der Vergangenheit machen. Weiterlesen

Mass exodus from villages in Baranya County, Hungary

Brain Drain in Ungarn – Menschen in der Region Baranya verlassen ihre Heimat massenhaft, auf der Suche nach anständig bezahlten Jobs und einem besseren Leben – und tragen mit ihren Geldsendungen maßgeblich zur Versorgung ihrer Angehörigen bei.

Hungarian Spectrum

Hungary is witnessing a steady flow of emigrants. Admittedly, one could counter that it is incorrect to call those who seek work abroad emigrants because „to emigrate“ means „to leave one country or region to settle in another.“ One could argue that these people don’t plan to live abroad for good. However, there is a very good likelihood that people who spend a number of years in another country, establish a career for themselves, make new non-Hungarian friends, perhaps even marry local men or women will not return to their country of birth. A good example of that kind of emigration was the mass exodus of Hungarian citizens, especially from the Slovak-inhabited counties of northeastern Hungary, who left for the United States in the 1880s and 1890s in order to make enough money to return home and live in relative comfort. Most of them never saw Hungary again.

We know that…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.174 weitere Wörter

Agents of Change: Die Studierendenorganisation Ha-Ha

HaHa ist eine unabhängige Studierendenorganisation, welche zahlreiche Demonstrationen gegen das kürzlich verabschiedete Hochschulgesetz organisierte, welches die Anzahl öffentlich finanzierter Studienplätze ernsthaft einschränkt und Studierende verpflichtet, nach dem Abschluss in Ungarn zu bleiben.Mitglieder von Ha-Ha spielten ebensfalls eine Rolle in Aktivitäten, die zum Rücktritt von Pál Schmitt, dem ehemaligen Präsidenten, dessen Doktortitel nach einer Plagiatsaffäre aberkannt wurde, führte.

Donnerstag, 18. Juli: Raus aus der Großstadt – oder wie es Ungarns Kommunen seit dem Regierungswechsel ergangen ist

Nach 3 Tagen Hauptstadttrubel zog es die Reisegruppe aus Budapest, um zu erfahren, wie die Menschen in der Kommune dem Politikwechsel begegnen. Da Ungarn mit Ausnahme von Budapest fast ausschließlich aus Kleinstädten mit unter 200.00 Einwohner_innen und Dörfern besteht und rund 58 Prozent der Bevölkerung in Kommunen mit weniger als 10.000 Menschen wohnen, kommt dieser Perspektive folglich eine gewichtige Bedeutung zu. Weiterlesen

Von Der Homepage der Böll Stiftung: Preisträger 2012: Csak a szél – Just the Wind“ -Filmrezension des Films über das Schicksal einer Romafamilie irgendwo in Ungarn

Bild: Lajos Sárkány in dem Film "Csak a szél | Just The Wind", HUN/DEU/FRA 2012, Regie: Bence Fliegauf, Quelle: berlinale.de
 Bild: Lajos Sárkány, Quelle: berlinale.de

Laudatio – Friedensfilmpreis 2012: „Csak a szél – Just the Wind“

Der Film “Just the wind”, der heute ausgezeichnet wird mit dem Friedensfilmpreis, handelt von der Vernichtung. Er zeigt uns eine Schlachtbank. Sie liegt am Rande eines idyllischen Waldes mitten in Europa. Im Film. Und in der Wirklichkeit.

Vor drei Jahren haben in Ungarn rassistisch motivierte Massaker an mehreren Roma-Familien stattgefunden. Das lesen wir gleich als erstes, wenn der Vorhang sich öffnet. Eine Schrifttafel als Prolog. Der Verweis auf Opferzahlen, auf das, was tatsächlich geschah. Damit ist der Ton gesetzt, das Thema, sogar die gesamte Handlung und der Schlussakkord. Weiterlesen

Mittwoch, 17. Juli: Ohnmacht und Protest in Ungarns Medien- und Kulturszene

Ein neuer Tag, ein neues Themenfeld. Heute trafen wir uns mit verschiedenen Vertreter_innen des ungarischen Medien- und Kulturmilieus. Erster Halt auf dieser Reise war bei dem Journalisten der größten linksliberalen Tageszeitung Népszabadság Márton Gergeley, seinem Kollegen Zsolt Bogár vom mit dem Spiegel vergleichbaren Politikmagazin HVG sowie der Medienrechtsexpertin Kriszta Nagy. Auf die Frage nach den Auswirkungen des neuen Mediengesetzes auf die Pressefreiheit zeichneten die drei ein bedenkliches Bild einer von Regierungswegen zentralisierten Medienlandschaft, in der Diversität strategisch erschwert wird und laut Márton langsam erstickt. Weiterlesen

Agents of Change: Attila Mong über Ungarns Mediengesetz

Attila Mong, ehemaliger Journalist beim Radiosender Kossuth Rádio und Kollege von unserem Anprechpartner auf dem Medienpodium Zsolt Bogár protestierte in seiner Livesendung mit einer Schweigeminute gegen das neu erlassene Mediengesetz von 2011. Nach einem mehrmonatigen Moratorium wurde er gefeuert und arbeitet heute für das Nachrichtenportal Origo.

Dienstag, 16. Juli – Von Königen im Parlament, Öl für den Frieden und anderen Kuriositäten

Der heutige Tag startete mit Neugierde auf den Besuch im Ungarischen Parlament, welches neuerdings von festlich uniformierten Wachen beaufsichtigt wird. Das Gebäude wirkt von außen und ebenfalls von innen wie ein Schloss. Von oben bis unten prangen Gold, Pomp und in einem extra Raum trohnt die Heilige Stefanskrone, bewacht von der dazugehörigen Kronwache sowie einer großen Reigen von Statuen der ehemaligen Monarchen. Wäre nicht der Parlamentsraum als solcher ersichtlich und in seiner üblichen – wenn auch zur Zeit nicht wirklich genutzten – Funktion des Austausches zwischen Regierung und Opposition von der Parlamentsreferentin vorgestellt worden – man könnte glauben, Ungarn sei immer noch eine Monarchie. Weiterlesen

Montag, 15. Juli – Eintauchen in die Stadt

Im sprichwörtlichen Schlaf hat sich unsere bunt zusammengewürfelte Reisetruppe per Nachtzug mit mehr oder weniger Nachtruhe nach Budapest begeben. Unsere Mitreisenden haben ganz unterschiedliche Motive. Ob nun ein Wiedersehen mit der Stadt nach 30 Jahren, die Neugierde auf die Bildungsreise geweckt hat, familiäre Hintergründe das Interesse für Ungarn entfacht haben, ein Filmdreh über die politische Situation und die Reaktion der Zivilgesellschaft Motivation zur Mitreise war, Forschungsfragen vertieft werden sollen oder die pure Neugierde gewunken hat – alle diese verschiedenen Menschen haben sich in unserer Gruppe versammelt. Genügend Stoff für spannende Diskussionen ist also gesichert. Weiterlesen